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Good night

12. April 2007 | Von Eric T. Hansen

Mr. Vonnegut

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4 Kommentare

  1. Hallo Eric T. Hansen,
    ich habe auch gestern von Vonneguts Tod erfahren. Just, da ich gerade mal wieder “Breakfast of Champions” lese, für mich eins der witzigsten Bücher über die USA (für alle: Lesen, sowieso!!, ist eine Wonne und wirklich gut).
    Ich schaue fast täglich in Ihren Blog, würde Vonnegut auch gefallen haben, vielen Dank.
    Herzliche Grüße
    Sigurd Martin

  2. Lieber Sigurd Martin,
    im Bostoner Flughafen fiel mir ausgerechnet Breakfast of Champions in die Haende und ich nahm ihn im Flugzeug noch einmal vor… Seltsam… Einerseits ist er ein wenig veraltet, weil so eindeutig ein 70er-Stil-Protest-Roman (mit vielen seiner aus-fer-Hefte-geschossenen Mecker-Kommentaren stimme ich heute nicht mehr ueberein, und seine Sexwitze sind heute nicht mehr provokant); andererseits war der Mann schon in der Form so frech, experimentierfruedig, er hat Romangesetze so verachtet, dass wir Autoren von heute uns schaemen koennen. 30 Jahre spaeter schreiben wir noch buergerlicher, schoengeistiger, angepasster und feiger al zuvor (ich rede hier von anglo-amerikanischen Autoren wir Chabon und Smiley und all den anderen, aber das gleiche gilt fuer deutsche Autoren), dass es peinlich ist. Wir haben ihn undein par anderen gelesen, gelacht, die Buecher zugeklappt und weiter gemacht, wie unsere Mamis und Papis wollten. Nachdem ich das Buch zugemacht habe, schnupperte ich in ein paar anderen, moderneren Romanen, und alles roch nach Creative Writing Class auf der Uni, und ich dachte: wir lebenin einer Neuen Biederlichkeit. Wo bleibt der Vonnegut der Bush-Generation?
    Mismutig, aber trotzdem mit warmem Aloha, ETH

  3. Lieber Eric T. Hansen,
    ich habe mich lange nicht gemeldet, stimme aber Ihrem Kommentar zu Vonnegut voll und ganz zu. Schade, dass in den letzten Jahren nur die “hohe” Erzählkunst aus den USA rübergeschwappt ist, die oftmals aber nur eine “hohle”, weil blutleere ist. Sicher alles handwerklich einwandfrei, aber na ja: Mich lässt das meiste eher kalt.
    Schreibe jetzt auch ein Blog über Literatur, macht Spaß, wie ich gemerkt habe, die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich, ich würde mich aber freuen, wenn Sie mal vorbeischauen würden: http://www.lovelybooks.de/blog/schelmuffsky/
    (zu Faust habe ich mich da auch geäußert).
    Schelmuffsky ist übrigens einer der großartigsten deutschen Romane der Barockzeit, Benedikt Erenz von der “Zeit”, auf dessen Urteil ich einiges gebe, bezeichnete ihn mal als “das unterschätzteste Buch der deutschen Literatur überhaupt”, und lachen kann man bei der Lektüre auch, aber nicht zu knapp (eine Art früher Vonnegut).
    Also hoffentlich bis bald
    Ihr Sigurd Martin

  4. Lieber Herr Schelmuffsky!
    Erstens, ich hätte auf Ihren schönen literarischen Lovely Books-Blog schon längst kommentiert, wenn ich nicht bis Ende des Monats voll im Stress bin eh (ich glaube, es ist grammatisch korrekt, nach “voll im” das Wort “eh” zu setzen, oder?). Den Beitrag unter Verwendung eines sehr gelungenen Dialogs mit Schelmuffskys Alter Ego Sigurd Martin habe ich sehr genossen. Jedoch ist mein Hauptbedenken, dass Schelmuffsky (selbst wenn es stimmt, dass ich nach Ihrem schwärmerischen Rat ein Exemplar seines Hauptwerkes bestellt habe), nicht existiert, ja, dass er damals wie heute ein Internethoax ist. Ein barocker Autor, von dem noch niemand gehört hat? Hören Sie doch auf! Auf Internethoaxes falle ich nicht rein! Vermutlich ist der Alter Ego Sigurd Martin ebenso ein Hoax (zwei Vornamen! Wer kommt auf eine solche Idee?!). Dem gehe ich nach, Herr Martin. Außerdem werde ich weiterhin den Neu-Schelmuffsky-Blog verfolgen und (wenn der momentane Stress vorbei ist) möglichst regelmäßig kommentieren, allerdings mit dem Hintergedanken, irgendwann herauszufinden, wer dahinter steckt. Schon jetzt habe ich eine Ahnung: Vermutlich existiert nicht mal der, der dahinter steckt. Kann der Autor eines Hoaxes auch ein Hoax sein? Wer Sie auch sind oder nicht sind, seien Sie sicher: Ich beobachte Sie!
    Aloha, ETH

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