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Herrentag und 1.Mai

18. April 2008 | Von Andreas

Ausgerechnet in diesem Jahr fallen zwei Feiertage auf einen Tag, die unsere Gesellschaft in Bewegung halten. Traditionell versammeln die Gewerkschaften am 1.Mai ihre spärlichen Mitglieder, um mit markigen Reden Phrasen zu dreschen, die kaum noch ein Mensch hören kann. Ebenso traditionell sind die Ausschreitungen am 1. Mai, wo Teile der Bevölkerung versuchen, eine Demokratie in eine Anarchie zu verwandeln. Allerdings müssen diese beiden traditionellen Zusammenkünfte in diesem Jahr auf einen wesentlichen Bestandteil ihrer Teilnehmer verzichten, da diese am Herrentag ihr Geschlecht in stundenlangen Saufgelagen beweihräuchern.

Irgendwie entwickelt sich in meiner Phantasie ein recht komisches Bild. Auf den Demonstrationen der Gewerkschaften versammeln sich die weiblichen Mitglieder, um der Streikgesellschaft der vergangenen Wochen noch einmal Nachdruck zu verleihen, während ihre männlichen Kollegen bei Sonnenschein im Biergarten sitzen und schon zur Mittagszeit mit hochrotem Kopf Weisheiten der Männlichkeit in die Welt posaunen. Da ist ein Bild, wo weibliche Steinewerferinnen auf weibliche Polizisten treffen, während die männlichen Widersacher beim gemeinsamen Biertrinken im Park auf ewige Freundschaft schwören.

Nun ja, nun hat der Kalender beide Feiertage zusammengeführt und mit einem Hauch von Vorfreude harre ich dessen, was da kommen mag…..  



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3 Kommentare

  1. Wirklich gut geschrieben - zwar ziemlich klischeedienlich, aber es stimmt!

  2. Dieses Bild kann ich mir nur schwer vorstellen. Und zwar aus einem Grund: Ich glaube, dass die Männer hauptsächlich die sind, die Stunk machen bzw. machen wollen.
    Wenn die Männer sich besaufen, dann werden die Frauen sich wahrscheinlich auch nicht so arg stressen. Die Handvoll Gewerkschaftlerinnen vielleicht schon noch. Aber die Anarchistinnen… nee, das glaub ich nicht.
    Aber wie die Realität gezeigt hat, war dieses Jahr nicht anders, als die anderen.

  3. Da gebe ich Raffael recht. Ich glaube nicht, dass die Frauen da besonders mitmischen. Auch wenn es altmodisch klingt, denke ich, dass Frauen einfach die “sanfteren” Wesen sind. Das soll natürlich nicht heißen, dass es keine kämpferischen Frauen gibt, aber wenn man eine grölende Menge von Leuten sieht, sind da kaum Frauen dabei.

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